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Rosenkrankheiten


Krankheiten und Parassitenbefall der Rosen

Behandlung

Die beste Behandlung ist die Vorbeugung: eine gesunde Pflanze, die richtig gedüngt wird und an einem sonnigen Standort steht (nur einige wenige Varietäten verlangen ein schattiges Plätzchen), einen geeigneten Boden vorfindet und richtig bewässert wird, wird in der Regel keine der vorgenannten Probleme aufweisen, da sie sich selbst gegen die meisten und am verbreitetsten Pilz- oder Insektenparassiten verteidigen kann. Es ist daher ratsam, übermässiges Nasswerden des Blattwerks zu vermeiden, stattdessen den Boden gut feucht halten. Auch die Luftzirkulation ist von Wichtigkeit, daher sollte die Pflanze genug Raum haben und an einem gelüfteten Ort stehen.
Es gibt jedoch Krankheiten, die schwerer zu vermeiden sind, da es selten möglich ist, der Pflanze das ganze Jahr über ideale Bedingungen zu garantieren: so kann z.B. ein besonders verregnetes Frühjahr unsere ganze Pflanzenhege zunichte machen. Egal welcher Parassitenbefall auftritt, wichtig ist es, so früh wie möglich einzugreifen: das fängt bei der Entfernung von verwelkten oder abgefallenen Blättern an, die nicht auf dem Kompost landen dürfen, sondern vernichtet werden müssen. Dann folgen die für den jeweils aufgetretenen Parassitenbefall geeignete Behandlungsmassnahmen. Im allgemeinen ist es ratsam, gegen Ende des Winters eine vorbeugende Behandlung durchzuführen, und zwar bevor das vegetative Wachstum wieder einsetzt: dafür benutzt man ein Antipilzmittel welches in der Lage ist, die häufigsten Krankheiten abzuwehren, wie z.B. Mehltau und Rost, sowie ein Mittel gegen Blattläuse. Im Laufe des Jahres greift man hingegen nur noch gezielt ein, sobald sich die spezifischen Symptome zeigen.

Biologische Behandlung
Die biologische Behandlung bietet mehrere Vorteile sowohl für die Pflanze als auch für die Umwelt, für die nützlichen Insekten und auch für den Mensch. Was die Parassiten betrifft, die die Rosen befallen, stehen uns verschiedene Stämme des Bacillus Thuringensys zur Verfügung, der einigen der am gefürchtetsten Insekten und Läusen den Garaus macht. Ausserdem ist der Einsatz von bestimmten Ölen und Pflanzenseifen möglich, die im richtigen Mischungsverhältnis zum Einsatz kommend, auch als Prävention, gegen einen Grossteil der Schädlinge eingesetzt werden können. Wirksam bei Parassiten befall kann auch das Einsprühen der Pflanze mit Tabak-, Knoblauch- oder Brennesselsud sein. Im Handel erhältlich sind ausserdem Nutzinsekten, die man im Garten aussetzen kann und die die Parassiten auf natürliche Weise in ihrer Ausbreitung begrenzen: Ein bekanntes Beispiel hierfür sind die Marienkäfer, die sich von Blatt- und Schildläusen ernähren.
Was die Pilzkrankheiten betrifft gibt es im Handel biologische Fungizide, wie z.B. AQ10 auf der Basis von Ampelomices quisqualis, ein Nutzpilz, der den Mehltau angreift. Als Begleitmassnahme ist in der bioloigschen Landwirtschaft der Einsatz von Schwefel erlaubt, der gegen Mehltau und Rost wirksam ist. Es ist ratsam, sich genau an die Anwendungsvorschriften der einzelnen Parassitenbekämpfungsmittel zu halten, um nicht unnötigerweise die Umwelt zu belasten. Besser ist es, gezielt und in der richtigen Dosierung einzugreifen, ausserdem Regentage dafür vermeiden und Nutzinsekten nicht beschädigen.

Chemische Behandlung
In jedem Pflanzenfachhandel finden sich Dutzende von verschiedenen Insekten- und Pilzbekämpfungsmitteln, einige davon sind für den spezifischen, andere wiederum für den allgemeinen Einsatz gedacht. Unter den Insektenbekämpfungsmittel möchten wir vor allem auf die wirksamen Substanzen Imidacloprid, Acephat und Malathion hinweisen, die gegen einen Grossteil der Schädlinge einsetzbar sind. Die meisten Pilzparassiten können durch Behandlungen mit Bordelaiser Brühe auf der Basis von Schwefel und Kupfer wirksam bekämpft werden. Günstig ist es, die Behandlung präventiv noch während der vegetativen Ruhepause am Ende des Winters durchzuführen. Oft findet man im Handel auch Fungizide auf der Basis von Schwefel oder Kupfer, die ebenfalls präventiv angewandt werden oder bei akutem Pilzbefall. In Fällen, in denen der Parassit sich unkontrolliert ausbreitet, können verschiedene wirksame Substanzen zum Einsatz kommen wie z.B Tetraconazol oder Triforin.

Es ist darauf zu achten, dass eine chemische Behandlung nur unter strikter Beachtung der Anweisungen auf dem Beipackzettel durchgeführt werden. Dabei übertriebenen und unsachgemässen Gebrauch bitte vermeiden, um den Nutzinsekten nicht zu schaden. Häufig empfiehlt es sich, ein systemisches Mittel zu verwenden, welches in den lymphatischen Kreislauf der Pflanze eintritt und von innen wirkt.

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